Bohren und der Club of Gore

Passend zum Karneval wurde urban urtyp seinem Motto „Immer anders“ mehr als gerecht: Statt schnell, bunt und grell wurde es langsam und dunkel. Über 400 Freunde des Karnevals der anderen Art fanden sich in der Christuskirche Bochum zum urban urtyp spezial ein und wurden nicht enttäuscht – im Gegensatz zu dem einen oder anderen Fotografen, der am quasi nicht vorhandenen Licht scheiterte. Bohren und der Club lassen sich nicht traditionell im Bild einfangen; die einzige Chance ist, die surreale Stimmung der Musik als Bild festzuhalten – ein Konzert, das man genießen muss und nicht via Smartphone mit der Welt teilen kann.

Musikalisch war das Konzert eine Offenbarung: Jeder einzelne Ton wurde zelebriert. Sphärische Mellotronklänge – wie es sie seit Kraftwerks Radioaktivität nicht mehr gab -, ergänzten sich mit kristallklaren Phrasen von Saxophon und Marimba. Dazu minimalistisches Schlagzeug und Bass Zeitlupentempo. Ein Genuss für jeden Freund kunstvoller Live-Musik, bei der kein Ton zuviel gespielt wird.

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